World Cleanup Day: NABU räumte den Ordenswald auf

21. September 2021, Jana Stahl-Hahn

Am 18. September haben wir an der Initiative der Landesforsten "Rein in den Wald, Raus mit dem Müll" teilgenommen und am World Cleanup Day einen Abschnitt des Ordenswaldes "aufgeräumt".

9:30 Uhr versammelten sich 10 hoch-motivierte und gut gelaunte Personen auf den Parkplatz Ordenswald. Nach einem kurzen, netten Plausch untereinander ging es dann zur Sache: Einteilung in 3 Gruppen, Verteilung der Müllsäcke und -Zangen.

Der Einsatzplan für 3 Gruppen


Zu unserem "Zwischen-Halt" am Wasserwerk haben wir uns tatsächlich allesamt um 11:30 Uhr getroffen. Dort wurde erstmal gevespert (es gab "traditionell" Brezel für jeden) und sich müll-thematisch ausgetauscht. Nach der Pause wurde per Rad mit Anhänger zwischengelagerter Müll an Wegesränden abgeholt, während die restliche NABU-Truppe gemeinsam auf den "lilanen" Weg zurück zum Parkplatz marschierte. Gegen 12:15 Uhr sind alle Personen und ca. 10 Müllsäcke sowie kaputte Plastikstühle am Sammelplatz angekommen. Nach dem Abschlussfotos wurde die Aktion gg. 12:20 Uhr beendet.

© NABU-NW
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Quantitative Müllanalyse

Absolute Hotspots: "Auto-Nähe" (wie Parkplatz und Straßen) und Rastplätze (wie Bänke).

 

Müllarten: Alkoholflaschen jeglicher Art (auch viele Pfandflaschen), "Gutzel-papier", Zigarettenstummel, Feuchttücher, Mund-Nasen-Schutz, und sonstige Verpackungsmaterialien, die unterwegs "verloren" gehen...

 

"Müll" wird höchst-wahrscheinlich oft mit dem PKW auf den Weg zum Spaziergang spontan(?) eingekauft, so dass keine Transportmöglichkeit (wie z.B. Rucksack) berücksichtigt wird - und ein längerfristiger Transport in der Hand ist sicher unbequem und unangenehm(?)

Alkoholflaschen werden offensichtlich generell nicht gern daheim entsorgt (um eventuell keinen Verdacht zu wecken?), sondern bewusst und aktiv weit in die Büsche geschmissen.

Auch die vielen "Gutzel-Verpackungen" lassen darauf rückschließen, dass "mal schnell" unbewußt ausgepackt wird und die Umhüllung der Speise wird entweder unbemerkt verloren oder befindet sich das "Papier" einmal auf den Boden, wird es ungern wieder aufgehoben (aufgrund von Rückbeschwerden oder hygienischer Einstellung?).

Der "Alte Schießstand" ist eine spezielle "Müllecke", da dieser Ort wohl für "Partytreffs" genutzt wird.

© NABU-NW
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Eine besondere Ausgrabung

© NABU-NW
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Das Team "Blau" (siehe Einsatzplan) entdeckte am Speyerbach eine eingegrabene Plastikplane ungewissenen Ausmaßes...

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Diese Plane konnte nicht händisch zu Dritt herausgzogen werden... Vermutung: Eingegrabener Big Bag?

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Erst am nächsten Tag konnte die ca. 4 Meter lange Plastikplane mittels Spaten und zwei "Mann" geborgen werden.


Fundstück des Monats?

© NABU-NW
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... Eine Tasche mit medizinischem Spritzbesteck

 

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