Aktuelles von der NAJU Jugendgruppe Neustadt / Weinstraße

14. Juni 2021, Elke Schemel

 

Im April hatten wir berichtet, dass der NAJU Garten in Königsbach soweit vorbereitet ist und wir loslegen, sobald es Corona erlaubt.

 

Aber die Natur wartet nicht und die Ideen und Wünsche sind nur so gesprudelt. Deshalb fanden eine Reihe von Aktionen statt. Zu zweit oder zu dritt, immer unter Beachtung der Corona-Regeln und immer im Freien.

 

An einer Wäscheleine wurden alle interessanten Themen gesammelt.

 

Einige Wünsche und Vorschläge wurden sofort umgesetzt, andere sind in der Planung.

 

 

Müll ist nicht nur unschön sondern eine echte Gefahr für Wildtiere. Wenn der Radweg zur Schule täglich mehr vermüllt, dann hilft nur noch selbst aktiv werden. Eine NAJU Aktivistin und eine Mentorin haben sich den AVG Kreisel vorgenommen und in drei Stunden 6 Müllsäcke gefüllt.

 

 

 

Im NAJU Garten wurden einige Platten der Bodenversiegelung herausgenommen und altes Wurzelwerk entfernt. Das neue Trockenbeet wurde mit Sandsteinen eingefasst. Zum Schluss wurden trockenliebende Pflanzen eingesetzt.

 

Die Aktivistinnen sind stolz auf das, was sie gemeinsam geschafft haben.

Beim Aufräumen des Gartens wurde ein alter Frosch gefunden. Mit etwas Farbe wurde daraus eine Wechselkröte, die nun neben dem Teich einen Platz gefunden hat. Bestimmt hat sie die Wechselkröte, die im Sandkasten überwintert hatte, zur Laichablage motiviert. Denn inzwischen gibt es tatsächlich Nachwuchs.


Bei der Stunde der Gartenvögel haben wir auch mitgezählt. Leider wurde die Aktion immer wieder von schweren Regenfällen unterbrochen. Wahrscheinlich waren die Vogelbesucher im Garten deshalb auch nicht so zahlreich wie sonst. Nach der Vogelzählung war noch etwas Zeit, um einige Pflanzen zu beschriften. Die Beschriftungsschilder waren Upcyclingprodukte aus Holzresten der neuen Trockentoilette.

 

 

 

Steinkäuze finden keine natürlichen Nistmöglichkeiten mehr. Deshalb betreuen Bernd Hoos und Carola Teiwes vom NABU Neustadt / Weinstraße Nisthilfen in Neustadt und Umgebung. Zur Betreuung gehört auch die Beringung der Jungvögel. Wir durften dabei sein und hautnah die kleinen Steinkäuze kennenlernen.

 

Endlich wurde das Wetter besser und so gab es einen spontanen Abendtermin auf dem NABU Gelände am Gänsbuckel. Um 19.30 Uhr begann der Spaziergang mit dem Biologen Marc Teiwes und dem Fledermausspezialisten Bernd Hoos. Die Teilnehmer*innen waren ausgestattet mit Ferngläsern, Gummistiefeln und Taschenlampen. Und so gab einiges zu sehen zu Land, im Wasser und in der Luft. Höhepunkt war die Beobachtung einer Rotte junger Wildschweine. Da war Nervenstärke gefragt. Und als es dann gegen 22 Uhr dunkel wurde begann das Laubfroschkonzert. Alle Teilnehmer kamen nach dem Abend wohlbehalten zu Hause an.

Tiere pflanzen ist das Motto des NAJU Gartens. Dazu gehört Artenvielfalt.

 

 

 

 

Deshalb wurde die alte Fliederhecke teilweise zurückgeschnitten, das Beet und die Sandsteinmauer freigelegt. Außerdem wurde auf der gegenüber liegenden Seite ein Schattenbeet aufgebaut. Das war ein hartes Stück Arbeit. Aber mit vereinten Kräften wurde es dann doch geschafft.

 

Inzwischen haben schon Eidechsen die wieder besonnte Mauer für sich entdeckt.

 

 

 

 

 

 

Eine Vielzahl von Töpfchen mit Pflanzenspenden wurden auf die Beete verteilt. Sie ergänzen den vorhandenen Pflanzenbestand. Wir freuen uns schon über erste Blüten wie zum Beispiel die zarte Kornrade im Bildhintergrund.

 

Ein besonders aufregendes Event war der Besuch eines SWR Kamerateams auf dem Gelände. Für die SWR Landesschau wurden die jungen NABU Akteur*innen beim Pflanzen eingraben und Kaulquappen beobachten gefilmt. Die Fragen der Redaktion zur Gruppe und deren Organisation sowie zu den Aktionen auf dem Gelände haben die NAJUs trotz Nervosität mit Bravour gemeistert. Wir sind alle ganz gespannt auf den Beitrag am 23.6. im Fernsehen.

 

Das nächste Thema ist „Vertikale Gärten“. Die alte Schaukel soll berankt werden, weitere Rankgerüste sind in der Planung. Mit kreativen Ideen möchten wir Gerüste aus vorhandenem und altem Material aufbauen. Wir sind uns sicher, in der einen oder anderen Garage oder Scheune finden sich prima Utensilien fürs Upcycling.

 

Mit den neuen Corona Bedingungen können vier weiter neue NAJU Aktivist*innen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren mitmachen. Bei Interesse einfach melden unter naju-jugend@nabu-nw.de. Wir freuen uns auf euch und eure Ideen.

 

zurück