Der NAJU-Garten steht bereit!

12. April 2021, Elke Schemel

 

 

NAJU - Freiraum für Jugendliche bietet jungen Menschen die Möglichkeit, eigene Projekte zu Naturschutz und Nachhaltigkeit zu entwickeln und umzusetzen.

 

Sarah Forger vom „Permakulturgarten Bahnhof Königsbach“ hat dafür zunächst für ein Jahr einen kleinen Garten zur Verfügung gestellt. Hier können sich die „NAJU Aktivistinnen und Aktivisten“ treffen, austauschen, ausprobieren und weitere Aktionen oder Projekte planen.

 

Mitglieder des NABU haben in den letzten Wochen den NAJU Garten vorbereitet. Mit Schnittmaterial von verschiedenen NABU Geländen wurde eine Schutzhecke gebaut. Außerdem wurde das ehemalige Bahnwärterhäuschen als Abstellraum vorbereitet.

 

Die Vorbereitungen des Gartens mit erlebnisreichen und intensiven Arbeitstagen konnten jetzt abgeschlossen werden. Dies war auch möglich, da zwei NABU Mitglieder „Ehrenamtstage“ ihres Arbeitgebers Agilent Technologies einbrachten. Zusammen mit drei zukünftigen NAJU Kids sowie weiteren NABU Mitgliedern wurden in Kleingruppen an verschiedenen Plätzen gearbeitet.

 

 

 

 

 

Im hinteren Gartenteil wurde die Benjes-Hecke fertig gestellt. Sie ist gleichzeitig Schutz gegen die Bahnlinie und außerdem ein wertvolles Totholzhabitat.

 

Hier wurden außerdem die Grasnarben in schweißtreibender Handarbeit und in wechselnden Besetzungen abgeschält. Das Saatgut für eine Insekten- und Schmetterlingswiese liegt schon bereit und kann in den nächsten Wochen eingebracht werden.

 

 

 

 

Im alten Sandkasten des Gartens hatte eine Wechselkröte überwintert. Deshalb wurde der ehemalige Gartenteich im vorderen Gartenteil freigelegt und als mögliches Laichhabitat vorbereitet. Da die Laichsaison jetzt beginnt, war Eile geboten.

 

 

 

 

 

 

In der „Naturwerkstatt“ in Geinsheim wurde eine Trockentoilette für den Garten gebaut. Natürlich kommt noch ein Herz in die Tür.

 

 

 

 

 

Für den Eingangsbereich wurde ein NAJU Schild gebaut und gemalt.

 

 

 

 

 

Und dann mit vereinten Kräften aufgestellt.

 

Ein Gartentor ist auch bereits in der Planung.

 

 

Unterbrochen wurden die Arbeiten von kurzen Radausflügen in die angrenzende Wingert-Ebene. Dort haben wir uns schlau gemacht, wie ein natürliches Laichhabitat für die Wechselkröten aussieht. Und wir konnten die ersten Steinschmätzer nach ihrer Rückkehr aus Afrika beobachten. Zielsicher fanden die kleinen Vögel nach tausenden Flugkilometern Alleinflug ihre letztjährigen Brutplätze. Wir hoffen auf erfolgreiche Bruten des inzwischen sehr seltenen Vogels.

 

Bei den doch schon sommerlichen Temperaturen waren die täglichen Eisspenden von Sarah Forger eine weitere willkommene Unterbrechung der körperlich anstrengenden Arbeiten.

 

Zwischendurch schauten auch die Eltern neugierig „über den Zaun“.

 

Die beiden Tage haben allen Beteiligten großen Spaß gemacht. Fortsetzung ist gewünscht.

 

alle Bilder: © Elke Schemel

 

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